CTRL‑X: Friedhöfe oder Sprungbretter

Die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on CTLR‑X steht auf Tas­ta­tu­ren von Mil­lio­nen von PCs, Lap­tops und Smart­phones für „Ent­fer­nen”, „Aus­schnei­den” oder „Löschen”. In Ver­bin­dung mit den Bil­dern von Lars Löf­fel­bein wird der tech­ni­sche Tas­ta­tur­be­fehl zu einer apo­ka­lyp­ti­schen Meta­pher. Die Fotos erin­nern dann an dys­to­pi­sche Film­sze­nen – dabei sind sie Gegen­wart. Sie stam­men aus Gha­na. In Agbog­blo­shie, einem Stadt­teil der Haupt­stadt Accra, befin­det sich die größ­te Müll­hal­de für Elek­tro-Schrott. Luft, Boden und Was­ser sind ver­gif­tet und ver­seucht. Hier arbei­ten und leben unge­fähr 6.000 Men­schen: Kin­der, Frau­en und Män­ner. CTRL‑X lässt die alte Welt ver­schwin­den, und zeigt eine andere …

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Waschen — Schneiden — Ernstnehmen

Kathi Schweers-Rein­hardt lebt in Ber­lin und ist als Media­to­rin tätig. In ihrem früh­ren Leben arbei­te­te sie als Fri­seu­rin. Weil sie als allein­er­zie­hen­de Mut­ter den Arbeits­zeit­re­ge­lun­gen an einem Ham­bur­ger Thea­ter nicht ent­spre­chen konn­te, ver­lor sie ihren Job. Sie kennt das Leben am Exis­tenz­mi­ni­mum aus eige­ner Erfah­rung. Damals wur­de aus Frau Schweers-Rein­hardt „eine Num­mer” beim Sozi­al­amt. Das ist Ver­gan­gen­heit und gehört doch zu ihrer Geschich­te. Heu­te möch­te sie etwas zurück­ge­ben und zwar so, wie sie es am bes­ten kann: Ein­mal im Monat schnei­det die gelern­te Fri­seur­meis­te­rin Bedürf­ti­gen die Haa­re, denn ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment hat selbst in ihrem Leben wei­ter gebracht.

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Tanghi Argentini — Du bist ein Engel

Ein Mann am Rech­ner. Über­rascht von der Secu­ri­ty kann er die Web­site gera­de noch aus­blen­den. Doch dann sehen wir, wie er sich ver­ab­re­det. Ein Blind Date mit einer Unbe­kann­ten. Ein­zi­ge Bedin­gung: Tan­go tan­zen, in zwei Wochen. Schnitt.
André arbei­tet in einem grau­en Büro, zwi­schen Akten­ord­nern und Kopier­ma­schi­nen. In den Pau­sen tref­fen sich die Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen am Weih­nachts­baum. Frans, sein Kol­le­ge, soll ihm hel­fen, die Kunst des Tan­gos zu ler­nen, doch der lehnt ab.

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