Dating 2.0 — Das digitale Geschäft mit der Liebe

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Dating-Por­ta­le sind heut­zu­ta­ge eine Selbst­ver­ständ­lich­keit der digi­ta­len Welt. Zum Erfah­rungs­schatz vie­ler Men­schen gehört, dass Sie in ihrem Leben ein­mal mit der Anmel­dung auf einem sol­chen Por­tal zumin­dest gelieb­äu­gelt haben, sei es aus Inter­es­se und Neu­gier, dem Affekt einer schmerz­li­chen Bezie­hungs­er­fah­rung oder aus ande­ren Grün­den. Der Man­nig­fal­tig­keit der Bedürf­nis­se der Nut­ze­rin­nen und Nut­zer steht ein eben­so aus­dif­fe­ren­zier­tes Ange­bot gegen­über. Ähn­lich den gro­ßen sozia­len Netz­wer­ken ist dabei allen Por­ta­len ein (Heils-)Versprechen inhä­rent, in die­sem Fal­le, dass die nächs­te unver­bind­li­che Roman­ze oder aber die gro­ße Lie­be nur einen Klick ent­fernt sind.

Unter­schied­li­che Bezahl­mo­del­le, wel­che im End­ef­fekt die Wahr­schein­lich­keit eines erfolg­rei­chen Kon­takts erhö­hen sol­len, machen die Por­ta­le für die Anbie­ter ren­ta­bel. Die Jour­na­lis­tin Nadia Kai­louli und der Jour­na­list David Diwi­ak vom Reporter.innen-Kollektiv STRG_​F zei­gen in ihrer Repor­ta­ge Under­co­ver als Chat­schrei­be­rin: Fal­sche Flirts auf Dating-Platt­for­men, dass zum Geschäfts­mo­dell mit­un­ter auch bezahl­te Chat­schrei­ber gehö­ren, wodurch exem­pla­risch die Span­nungs­rei­che Ver­bin­dung zwi­schen mensch­li­chen Grund­be­dürf­nis­sen, Kapi­ta­lis­mus und Digi­ta­li­sie­rung offen­bar wird.

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Antisemitismus

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Link zum Video/​Download Am 9. Novem­ber jährt sich zum 83. Mal die Reichs­pro­grom­nacht. 1938 stell­te sie den Höhe­punkt der Novem­ber­po­gro­me dar. Die­se Pro­gro­me bil­de­ten den Über­gang von der Dis­kri­mi­nie­rung der Juden hin zu der sys­te­ma­ti­schen Ver­trei­bung und Ver­nich­tung. Anläss­lich die­ses Gedenk­ta­ges befasst sich der Bei­trag für Novem­ber mit dem The­ma des Anti­se­mi­tis­mus. Dis­kri­mi­nie­rung und Aus­gren­zung … Wei­ter­le­sen

Nicht meine Verantwortung

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Die Sän­ge­rin und Song­wri­te­rin Bil­lie Eilish ist neben ihren musi­ka­li­schen Erfol­gen auch für ihren Klei­dungs­stil bekannt. Mit die­sem möch­te sich nicht etwa auf­fal­len, son­dern in einer durch öffent­li­che Beur­tei­lung gepräg­ten Bran­che ver­hin­dern, dass sich jemand ein Urteil über ihren Kör­per bil­den kann. „Nie­mand kann sagen: ‚Sie hat einen fla­chen Hin­tern, sie hat einen fet­ten Arsch!‘ Nie­mand kann sol­che Mei­nun­gen haben, weil sie es nicht wis­sen“, sag­te sie in einem Inter­view. In ihrem Kurz­film NOT MY RESPONSIBILITY wen­det sich Bil­lie Eilish gegen Bodys­ha­ming, weist die Ver­ant­wor­tung für die abwer­ten­den Urtei­le von sich und berührt damit auch die Fra­ge auf, wor­auf wir unse­re Vor­stel­lun­gen von unse­rem Gegen­über eigent­lich gründen.

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