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What kind of asian are you?

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Vorurteile begleiten uns durch den Tag. Sie sind immer da. Schneller gefällt als man sie aussprechen kann. Alle haben Vorurteile, nur ich selber nicht. Wie kommt das? Wieso werden sie bei anderen deutlich, aber nicht bei mir? Warum weise ich den Vorwurf von Vorurteilen bei mir zurück, mit dem Hinweis, alles richtig wahrzunehmen und objektiv einschätzen zu können? Sind Vorurteile etwas Falsches? Und warum gibt es sie überhaupt?

Vorurteile sind eng mit dem eigenen Selbstbild verbunden undgenerieren sich aus Konflikten mit anderen Gruppen. Eine dritte, irgendwie „objektiv“ geartete Instanz zur Überprüfung der Urteile, fehlt häufig. Rechtsextremistische oder rassistische Argumente kann man so kaum widerlegen. Und die Gegenbeispiele werden in der Regel als Einzelfälle abgetan.

Die Wahrnehmung von Vorurteilen hängt vermutlich von der Fähigkeit und Bereitschaft ab, nicht die fremden Urteile zu überprüfen, sondern die eigenen Perspektiven kritisch zu hinterfragen. Hinzu kommt, dass fremde Beurteilungen in diesen Prozess mit einbezogen werden müssen. Dieser Prozess kann lange dauern und erschüttert häufig die Selbstwahrnehmung. Und nicht zuletzt geht es dabei um Macht und Deutungshoheiten. Ironie und Selbstironie sind dabei wirksame Werkzeuge.

Die Geschichte der europäischen Religionen seit der Reformation und die Bedeutung der Aufklärung für diesen Prozess spiegelt den Weg pluraler Gesellschaften der Gegenwart – in der das Vorurteil auf der Laufstrecke überwintert hat.

Mehr lesen -> http://www.bpb.de/izpb/9680/was-sind-vorurteile?p=all

Aufgaben zum Film

  1. Gib den Dialog mit eigenen Worten wieder. Die Untertitelfunktion von YouTube kann dir beim Übersetzen helfen.
  2. Stelle die Vorurteile des Läufers gegenüber der Läuferin in einer Tabelle dar.
  3. Ordne entsprechend seine Äußerungen über sein Selbstbildnis zu.
  4. Ergänze die Stereotypen der Läuferin über den Läufer.

Aufgaben für die Gruppe

  1. Recherchiert zu ausländischen Vorurteilen gegenüber Deutschen.
  2. Prüft die Plausibilität dieser Urteile, indem ihr sie auf euch bezieht. Tauscht euch darüber aus und entwickelt Theorien, wie diese Vorurteile unter Umständen entstanden sind. Haltet die Ergebnisse in einer Mindmap oder auf einem Plakat schriftlich fest.
  3. Sammelt Urteile über Flüchtlinge in der Lerngruppe. Entwickelt ebenfalls Theorien über ihr Zustandekommen. Ergänzt die Mindmap oder das Plakat mit euren Ergebnissen.
  4. Versucht mit Hilfe einer Diskussion die Vorurteile zu identifizieren und ihre Berechtigung und Nicht-Berechtigung zu erläutern.

Meta-Diskussion

  1. Beschreibt den Lernprozess in der Gruppe.
  2. Erzählt einander, wie ihr den Umgang miteinander erlebt hat.
  3. Sagt einander, was ihr euch für ein besseres Gespräch wünscht und was geändert werden soll.
  4. Erklärt die Bedeutung von Humor und Selbstironie für den fairen Umgang im menschlichen Miteinander.
  5. Enwickelt einen Interviewleitfaden für mögliche Gespräche mit Menschen, die jetzt nach Deutschland kommen.
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Andreas Ziemer

Dozent für Theologie und Religionspädagogik am Pädagogisch-Theologischen Institut der EKM und der ELKA/Drübeck.
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Andreas Ziemer

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