Elie Wiesel — Nie werde ich diese Nacht vergessen …

Die Nacht von Elie Wie­sel hat mich wegen eines Aspk­tes außer­or­dent­lich gefes­selt. Das Kind, das uns hier sei­ne Geschich­te erzählt, ist ein Erwähl­ter Got­tes. Seit dem Erwa­chen sei­nes Bewusst­seins leb­te der Kna­be … dem Ewi­gen ver­schwo­ren, nur für Gott. Haben wir jemals an die­se Fol­ge eines weni­ger sicht­ba­ren, weni­ger auf­fal­len­den Schre­ckens als jedes ande­ren Ent­set­zens gedacht — jeden­falls an das Schlimms­te von allen für uns, die wir den Glau­ben besit­zen: an den Tod Got­tes in die­ser Kinderseele …
Fran­cois Mauriac

Aus dem Vor­wort zur fran­zö­si­schen Aus­ga­be „La Nuit”, in: Elie Wie­sel, Die Nacht, Frei­burg, 3. Auf­la­ge 1996, S. 13f.

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Zwei Leben — Nachdenken über Identität

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Schul­bän­ke, eine Tafel, ein Kreuz und ein Mäd­chen. Else war­tet am Fens­ter. Der Gesangs­leh­rer tritt her­ein, fragt nach ihrem Lieb­lings­lied und sie sin­gen: „Die Gedan­ken sind frei …” — Schnitt — Ein Tisch, ein Pfle­ge­bett, ein Kreuz … sonst nie­mand. Frau Gedeck ist weg, unter­wegs, auf der Suche nach ihrem Leh­rer. An der Rezep­ti­on fin­det sie ihn. Doch der … Wei­ter­le­sen

Ich mach heut nichts, was etwas nützt!

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Du Nichts­nutz“ ist wohl sel­ten bis nie als Kom­pli­ment gemeint. Im Lied der Sän­ge­rin Judith Holo­fer­nes wird das nicht­nüt­zi­ge Dasein hin­ge­gen zum höchs­ten Ziel aus­er­ko­ren. Die Künst­le­rin lädt uns ein über die Ver­zwe­ckung unse­rer (Frei-)Zeit nach­zu­den­ken, was es wie­der­um ermög­licht ver­schie­de­ne didak­ti­sche Fähr­ten mit den Schü­le­rin­nen und Schü­lern zu ver­fol­gen. Und gera­de direkt nach den Som­mer­fe­ri­en bie­tet es sich an im Unter­richt unse­re Ansich­ten über Arbeit, Zeit, Müßig­gang und Fau­len­ze­rei in den Blick zu nehmen.

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