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Gesetze sind für Menschen da — In Your Hands

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Der Sab­bat ist für den Men­schen gemacht, nicht der Mensch für den Sab­bat.” So dis­ku­tiert Jesus mit den Pha­ri­sä­ern sei­ner Zeit (Mk 2,27). Und Char­lie Win­ston zeigt, wie Musik, Tanz und Pan­to­mi­me den Para­gra­phen, Geset­zen und Richt­li­ni­en ihre Macht neh­men.

Kern­kom­pe­tenz: Ethi­sche Ent­schei­dungs­si­tua­tio­nen im indi­vi­du­el­len und gesell­schaft­li­chen Leben wahr­neh­men, die christ­li­che Grund­le­gung von Wer­ten und Nor­men ver­ste­hen und begrün­det han­deln kön­nen.

Jahr­gang: 7. – 12.

Arbeits­for­men: Gefühls­ba­ro­me­ter, Text­in­ter­pre­ta­ti­on, Gedächt­nis­pro­to­koll, pan­to­mi­mi­sche Übung

Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen:

In your hands — Der Film

  1. Schau dir den Film mehr­fach an.
  2. Beschrei­be die Gedan­ken und Gefüh­le der Men­schen vor und hin­ter dem Schal­ter.
  3. Ent­wick­le für den Film und bei­de Per­so­nen­grup­pen ein Gefühls­ba­ro­me­ter.
Beispiel eines Gefühlsbarometers

Bei­spiel eines Gefühls­ba­ro­me­ters

In your hands — Der Songtext

Mother,
I’ve got­ta get out of here
So I can save our fami­ly
From this pover­ty
And when I make my money
I’ll send it back to you

Father,
Give me strength, I pray
I have to end this mise­ry
It’s causing too much pain
I’m gon­na look for richer lands
Whe­re the money’s made

I’m gon­na put my who­le World
In your hands
I have to put my who­le World
In your hands
In your hands

Mis­ter,
Plea­se let me work somehow
You’ve kept me wai­ting 18 mon­ths
And still I’m not allo­wed
And every time you pro­mi­se me:
„Not much lon­ger now”

I’ve had to put my who­le world
In your hands …

Übersetzung

Mut­ter,
Ich muss hier raus
So kann ich unse­re Fami­lie ret­ten
Von die­ser Armut
Und wenn ich mein Geld mache
Wer­de Ich es an dich zurück­sen­den

Vater,
Gib mir die Kraft, ich bete
Ich muss die­ses Elend been­den
Es ver­ur­sacht zu viel Schmerz
Ich wer­de nach rei­che­ren Län­dern suchen
Wo das Geld gemacht wird

Ich wer­de mei­ne gan­ze Welt geben
In dei­ne Hän­de
Ich muss mei­ne gan­ze Welt geben
In dei­ne Hän­de
In dei­ne Hän­de

Herr,
Las­sen Sie mich bit­te irgend­wie arbei­ten
Sie haben mich 18 Mona­te war­ten las­sen
Und den­noch wird es mir nicht erlaubt
Und jedes Mal ver­spre­chen Sie mir:
„Nicht mehr lan­ge jetzt”

Ich habe mei­ne gan­ze Welt geben müs­sen
In Ihre Hän­de

Sie legten ihr Schicksal in die Hand Gottes und ihr Geschick wurde von Bürokraten bestimmt

Als ich nur mit einer Gitar­re auf dem Rücken durch Euro­pa tour­te, traf ich eine Men­ge jun­ger Leu­te aus Afri­ka, die ihre Hei­mat ver­las­sen hat­ten, um in der west­li­chen Welt Geld zu ver­die­nen, das sie an ihre ver­arm­ten Fami­li­en schi­cken kön­nen. Es beein­druck­te mich sehr, wie mutig die­se Leu­te waren, ihren Fami­li­en ein sol­ches Opfer zu brin­gen, denn sie leg­ten ihr Schick­sal in die Hand Got­tes. Die Iro­nie dar­an ist, dass ihr Geschick zumeist von Büro­kra­ten bestimmt wur­de, die ihnen Arbeits­ge­neh­mi­gun­gen aus­hän­dig­ten — oder auch nicht. Ich erin­ne­re mich an einen von ihnen, der mir sag­te:
„Ich möch­te so gern arbei­ten, den gan­zen Tag lang. Aber sie las­sen mich nicht.”
Char­lie Win­ston in einem Inter­view auf hr 3

  1. Lies den Song­text und beschrei­be die Bezie­hun­gen zwi­schen dem Sän­ger und den ande­ren Figu­ren des Tex­tes.
  2. Nimm die Pas­sa­ge aus dem Inter­view mit mikr von hr3 zur Kennt­nis und deu­te den Song­text.
  3. Inter­pre­tie­re die Pas­sa­ge „I’ve had to put my who­le world in your hands”.
  4. Dis­ku­tie­re in der Lern­grup­pe, inwie­fern im Song Pro­test und Gebet mit­ein­an­der ver­schmel­zen.

Der Sabbat ist für den Menschen gemacht …

An einem Sab­bat ging Jesus durch die Fel­der. Sei­ne Jün­ger fin­gen an, am Weg ent­lang Ähren abzu­rei­ßen und die Kör­ner zu essen. Da sag­ten die Pha­ri­sä­er zu ihm: »Hast du gese­hen, was sie da tun? Das ist doch am Sab­bat nicht erlaubt!« Jesus ent­geg­ne­te: »Habt ihr nie gele­sen, was David tat, als er und sei­ne Beglei­ter nichts zu essen hat­ten und Hun­ger lit­ten? Wie er damals – zur Zeit des Hohen­pries­ters Abja­tar – ins Haus Got­tes ging und von den geweih­ten Bro­ten aß, von denen doch nur die Pries­ter essen dür­fen, und wie er auch sei­nen Beglei­tern davon gab?« Und Jesus füg­te hin­zu: »Der Sab­bat ist für den Men­schen gemacht, nicht der Mensch für den Sab­bat.«

  1. Gib das Streit­ge­spräch zwi­schen Jesus und den Pha­ri­sä­ern mit eige­nen Wor­ten wie­der und erläu­te­re ihre Posi­tio­nen.
  2. Dis­ku­tie­re in der Lern­grup­pe die Bedeu­tung der Ant­wort Jesu für die Gegen­wart.
  3. Check den Ein­bür­ge­rungs­test für die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land unter http://​www​.ein​bue​r​ge​rungs​test​-online​.eu/.
  4. Hal­te dei­ne Emp­fin­dun­gen in einem Gedächts­pro­to­koll fest.

Den Song pantomimisch gestalten

von Chris­toph­Boy

Ent­wi­ckelt in der Lern­grup­pe eine eige­ne pan­to­mi­mi­sche Cho­reo­gra­fie zum Song von Char­lie Win­ston.

Andreas Ziemer

Dozent für Theologie und Religionspädagogik am Pädagogisch-Theologischen Institut der EKM und der ELKA/Drübeck.
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Kommentare (3) Schreibe einen Kommentar

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    Ich fin­de den Text
    „ ‚Der Sab­bat ist für den Men­schen gemacht, nicht der Mensch für den Sab­bat.’ So dis­ku­tiert Jesus mit den Pha­ri­sä­ern sei­ner Zeit (Mk 2,27). Und Char­lie Win­ston zeigt, wie Musik, Tanz und Pan­to­mi­me den Para­gra­phen, Geset­zen und Richt­li­ni­en ihre Macht neh­men.”
    sehr miss­ver­ständ­lich.

    Er sug­ge­riert, dass Jesus den Geset­zen die Macht neh­men woll­te und die Pha­ri­sä­er für Para­gra­fen und Richt­li­ni­en ste­hen. Das reiht sich in die juden­feind­li­che Aus­le­gungs­ge­schich­te des Mar­kus-Ver­ses ein.

    Tat­säch­lich aber fin­det sich die Posi­ti­on Jesu über­all in rab­bi­nisch-jüdi­scher Tra­di­ti­on. Es geht dar­um, dass ‚Der Sab­bat ist für den Men­schen gemacht, nicht der Mensch für den Sab­bat’ die Begrün­dung für Lebens­ret­tung am Sab­bat ist. Das heißt: Ret­tung aus Lebens­ge­fahr „ver­drängt” den Sab­bat.
    Der „Streit­punkt” zwi­schen Jesus und den Pha­ri­sä­ern ist ledig­lich: Fällt die „Stil­lung des Hun­gers” unter „Lebens­ret­tung”?

    Im Übri­gen ste­hen der Sab­bat und damit die „Geset­ze” des Sab­bat gera­de unter dem Zei­chen von Frei­heit und Befrei­ung!

    Der Sab­bat wur­de dem Volk Isra­el gege­ben, das durch eine freie Gna­den­wahl und Befrei­ungs­tat Got­tes in das Bun­des­ver­hält­nis zu Gott getre­ten war. Der Sab­bat soll­te ein bestän­di­ges Erin­ne­rungs­zei­chen an die­se Befrei­ung sein und Got­tes Volk vor einem gesetz­li­chen Den­ken und Tun bewah­ren.

    Hans Wal­ter Wolff schrieb des­halb: „Der Grund für die Beach­tung des Sab­bats ist jene Gewiß­heit, die für Isra­el abso­lut grund­le­gend war, näm­lich, daß der HERR Isra­el aus Ägyp­ten befreit hat­te. An jedem Sab­bat soll­te Isra­el sich des­sen erin­nern, daß sein Gott ein Befrei­er ist!”

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