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Es werde Licht

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Vor­bei ist die Zeit der Dun­kel­heit im nor­we­gi­schen Berg­dorf Rjukan. Nie wie­der müs­sen die Bewoh­ner mit der Seil­bahn auf den Berg fah­ren, um ihre Sehn­sucht nach Son­ne zu stil­len. Ca. 600.000 Euro wur­den inves­tiert, um das Licht ins Tal zu holen. Mit soge­nann­ten Helio­sta­ten — Spie­geln wird das Licht der Son­ne reflek­tiert. In Rjukan wur­de die Ankunft des Lich­tes mit einem gro­ßen Fest gefei­ert. Fast eine Weih­nachts­ge­schich­te.

Kern­kom­pe­tenz: Reli­giö­se Moti­ve und Ele­men­te in der Kul­tur iden­ti­fi­zie­ren, kri­tisch reflek­tie­ren sowie ihre Her­kunft und Bedeu­tung erklä­ren.

Jahr­gang: 5. – 7.

Arbeits­for­men: Podi­ums­dis­kus­si­on, Mind-Map, Erstel­len von Pik­tro­gram­men, Gale­rie­gang, Licht­me­di­ta­ti­on

Hintergrundinformationen

Zugang: Brauchen wir das Licht?

Rjukan im Vest­fjörd-Tal

Die Schü­ler sol­len sich auf die fol­gen­de Situa­ti­on ein­las­sen:
Stellt euch vor, ihr wür­det in einem Dorf leben, das tief in einem Tal liegt, so tief, dass die Son­ne in den Win­ter­mo­na­ten nie zu sehen ist. Die ein­zi­ge Mög­lich­keit einen Son­nen­strahl in die­ser Jah­res­zeit zu erha­schen besteht dar­in, mit einer Seil­bahn hoch auf einen Berg zu fah­ren. Um das Dorf von der Dun­kel­heit zu befrei­en, kommt ein Bewoh­ner eures Dor­fes auf eine Idee. Er möch­te das Son­nen­licht mit­hil­fe eines auf­wen­di­gen und sehr teu­ren Spie­gel­sys­tems zurück in das Dorf holen. Das Gan­ze soll aller­dings stol­ze 600.000 Euro kos­ten. Als ihr davon hört, fragt ihr euch: „Ist die­ser Preis die Sache wert?“. Es wird eine Bür­ger­ver­samm­lung ein­be­ru­fen, in der die Idee dis­ku­tiert wer­den soll.

Impul­se zu die­ser Situa­ti­on:

  • Stellt Ver­mu­tun­gen dar­über auf, aus wel­chen Grün­den die Men­schen unbe­dingt Licht in ihrem Tal haben möch­ten.
  • Ver­setzt euch in die Lage der Men­schen in die­sem Dorf und erklärt aus ihrer Sicht, wes­halb die Anschaf­fung des Spie­gels ihr Geld von über 600.000 Euro wert ist.
  • Plant eine Podi­ums­dis­kus­si­on für die Bür­ger­ver­samm­lung. (Die Lehr­kraft kann hier eine Grup­pen­ar­beit initi­ie­ren, in der ver­schie­de­ne Posi­tio­nen erar­bei­tet wer­den.)

Auflösung der Situation:

Der Leh­rer zeigt nun den Nach­rich­ten­bei­trag oder liest den Arti­kel vor (Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen – Spie­gel­ar­ti­kel) und löst somit auf, dass die Helio­sta­ten tat­säch­lich gebaut wur­den.

Impul­se:

  • Erläu­tert die Bedeu­tung des Lich­tes für uns Men­schen. Legt dazu eine Mind-Map an.
  • Ver­voll­stän­digt fol­gen­de Sät­ze:

Ohne Licht wären wir …
Ohne Licht wäre die­se Welt …

Und das Licht kam in diese Welt — Übertragung

Im fol­gen­den Unter­richts­ge­spräch sol­len Zusam­men­hän­ge zwi­schen der Spie­gel­sto­ry und Advent bzw. Weih­nach­ten auf­ge­deckt und reflek­tiert wer­den.

Weil vor­her die Bedeu­tung des Sym­bols Licht geklärt wur­de, liegt die Deu­tung des Advents­kran­zes nahe.Hier ist der fol­gen­de Videobei­trag von Dr. Simo­ne Wus­track zu emp­feh­len, der im Hori­zont Johann Hin­rich Wicherns lit­ur­gi­sche Ele­men­te und die Bedeu­tung des Lich­tes ver­bin­det.

Im Anschluss gelingt die Inter­pre­ta­ti­on der christ­li­chen Licht­me­ta­pho­rik durch einen Ver­gleich mit der johan­n­ei­schen Licht­theo­lo­gie: .Wie die Bewoh­ner des Dor­fes das Licht erwar­ten, bli­cken die Chris­ten in der Advents­zeit der Geburt Jesu ent­ge­gen. Die Bewoh­ner Rjukans fei­ern das Licht mit einem Fest und die Chris­ten die Hei­li­ge Nacht fei­ern. Im wei­te­ren Gespräch kann über­legt wer­den, wie die­sem War­ten in der Weih­nachts­zeit Aus­druck ver­lie­hen wird. (Advents­kranz, Kalen­der, Geschich­ten erzäh­len, Vor­be­rei­tun­gen auf das Fest etc.)

Da rede­te Jesus aber­mals zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt; wer mir nach­folgt, der wird nicht wan­deln in der Fins­ter­nis, son­dern wir das Licht des Lebens haben.”
Joh 8, 12

Impul­se:

  • Erklärt, was Jesus damit meint, wenn er sich selbst als Licht der Welt bezeich­net.
    (Die Schü­ler kön­nen hier­für die vor­her erar­bei­te­te Mind-Map benut­zen)
  • Erzählt von Situa­tio­nen, in denen Jesus ein Licht für die Men­schen sein kann und erläu­tert eure Ide­en.

Ihr seid das Licht der Welt. So lasst euer Licht leuch­ten vor den Leu­ten, damit sie eure guten Wer­ke sehen und euren Vater im Him­mel prei­sen.”
Mt 5,14a+16

Impuls:

  • Gestal­tet ein Pik­to­gramm zu die­ser Bibel­stel­le, das zeigt, wie ein Mensch sein Licht im über­tra­ge­nen Sin­ne „leuch­ten” lässt.
  • Im Anschluss wer­den in einem Gale­rie­gang die Ergeb­nis­se prä­sen­tiert und wert­schät­zend kom­men­tiert.

Abschluss

Mög­lich wäre eine Licht­me­di­ta­ti­on (Einen Sitz­kreis stel­len, Raum abdun­keln, Ker­zen in der Mit­te anzün­den und Zita­te zum Licht vor­le­sen bzw. die Ker­ze ein­fach wir­ken las­sen)

Ideen zur Weiterarbeit

Anett Kirchner

Anett Kirchner

Lehrerin für evangelische Religion und Biologie am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Zeitz.
Anett Kirchner

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Lehrerin für evangelische Religion und Biologie am Geschwister-Scholl-Gymnasium in Zeitz.

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