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Drüber lachen

Im Fami­li­en­ra­dio läuft der Song „Drü­ber lachen” von 3Berlin und Freun­den rauf und run­ter. Es geht um Streit und Wut — und dar­um, dass man sich danach auch wie­der ver­söh­nen kann. Das erin­nert durch­aus an die Geschich­te von Jakob und Esau, die sich nach Jakobs Rück­kehr wie­der ver­söhn­ten. Viel­leicht haben sie sogar gelacht, als sie sich nach vie­len Jah­ren end­lich wie­der gese­hen haben.

Kern­kom­pe­tenz: Reli­giö­se Grund­ideen (z.B. Men­schen­wür­de, Nächs­ten­lie­be, Gerech­tig­keit) erläu­tern und als Grund­wer­te in gesell­schaft­li­chen Kon­flik­ten zur Gel­tung brin­gen

Jahr­gang: 3. – 4. Jahr­gangs­stu­fe

Arbeits­for­men: Lied­in­ter­pre­ta­ti­on, Bibli­sche Geschich­te mit Lege­ma­te­ri­al erzäh­len, sze­ni­sches Spiel, Lach­yo­ga

Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen:

Infor­ma­tio­nen zur Kin­der­lie­der­band 3Berlin: https://​www​.drei​ber​lin​.de/

Infor­ma­tio­nen und wei­te­re Übun­gen zum Lach­yo­ga mit Kin­dern: https://www.pro-kita.com/padagogik/krippe‑2/lachyoga/

Streiten will gelernt sein

Die Kin­der sit­zen im Kreis.

  1. Jeder erin­nert sich bestimmt an eine Situa­ti­on, in der er sich mit jeman­den gestrit­ten hat. Wisst ihr noch den Grund, war­um ihr in Streit gera­ten seid? Sam­melt die Ergeb­nis­se an einer Tafel­sei­te.
  2. 3Berlin haben ein Lied übers Strei­ten geschrie­ben. Es heißt „Drü­ber lachen”. Hört es euch gemein­sam an.
  3. Was habt ihr gehört: Wie fühlt man sich, wenn man sich strei­tet? (Mög­li­che Stich­wor­te aus dem Lied: das Gesicht zur Faust geballt, dicke Luft, fal­scher Fuff­zi­ger, vor Wut kochen, belei­dig­te Leber­wurst, Thea­ter machen, sau­er sein, stu­re Böcke, rap­pelt im Kar­ton) Sam­melt eure Ergeb­nis­se an der ande­ren Tafel­sei­te.
  4. Pro­biert es ein­mal aus: Jeder ver­sucht, sein Gesicht zu einer Faust zu bal­len. Wie sieht eine belei­dig­te Leber­wurst aus? Und ein stu­rer Bock? Wel­chen Gesichts­aus­druck macht ein fal­scher Fuff­zi­ger? Wer­tet aus, wie es sich anfühlt, wenn man dies nach­emp­fin­det. Ergänzt ggf. eure Ergeb­nis­se an der Tafel.
  5. Hört euch das Lied ggf. noch ein zwei­tes Mal an. Wel­che Mög­lich­kei­ten der Ver­söh­nung wer­den dar­in genannt? Wel­che Ideen habt ihr selbst?

Jakob und Esau

Im alten Tes­ta­ment fin­det sich die Geschich­te der bei­den Zwil­lings­brü­der Jakob und Esau. Esau ist der Erst­ge­bo­re­ne, Jakob nei­det ihm die­ses Erst­ge­burts­recht. Mit Hil­fe der Vor­la­ge von Nadi­ne Hof­mann-Driesch vom RPI Nas­sau kann die Geschich­te von Jakob und Esau mit Lege­ma­te­ri­al erzählt wer­den und mit Hil­fe ihrer ein­ge­füg­ten Fra­gen bereits bespro­chen wer­den.

https://​www​.rpi​-ekkw​-ekhn​.de/​f​i​l​e​a​d​m​i​n​/​t​e​m​p​l​a​t​e​s​/​r​p​i​/​n​o​r​m​a​l​/​b​i​l​d​e​r​/​a​r​b​e​i​t​s​b​e​r​e​i​c​h​e​/​a​b​_​g​r​u​n​d​s​c​h​u​l​e​/​M​a​t​e​r​i​a​l​i​e​n​_​f​u​e​r​_​M​a​t​e​r​i​a​l​p​o​o​l​/​D​i​e​_​G​e​s​c​h​i​c​h​t​e​_​d​e​r​_​z​w​e​i​_​B​r​u​e​d​e​r​_​J​a​k​o​b​_​u​n​d​_​E​s​a​u​_​.​pdf

Auf­ga­ben

  1. Wor­um es ging, weiß kei­ner mehr, wir sind doch längst schon drü­ber” sin­gen 3 Ber­lin in ihrem Lied. Glaubt ihr, dass auch Esau nach so lan­ger Zeit ver­ges­sen hat, war­um er sich mit Jakob gestrit­ten hat? Wes­halb ver­zeiht er ihm?
  2. Wie könn­te das Wie­der­se­hen von Jakob und Esau aus­ge­se­hen haben? Teilt euch in 4er-Grup­pen auf und spielt es in ver­teil­ten Rol­len (Jakob, Esau, Rahel, Laban) nach. Stellt eure Ergeb­nis­se der Klas­se vor.
  3. Tragt noch ein­mal zusam­men, was hel­fen kann, um einen Streit zu lösen, und sam­melt die Ergeb­nis­se auf einem Pla­kat. Hängt das Pla­kat vor oder in euern Klas­sen­raum und ver­sucht, beim nächs­ten Kon­flikt auf die gesam­mel­ten Ideen zu ach­ten.
  4. War­um ist es wich­tig, dass man gemein­sam lachen kann? Was denkt ihr?

… und am Ende gemeinsam drüber lachen

Kin­der lachen im Durch­schnitt etwa 300 Mal am Tag, Erwach­se­ne hin­ge­gen nur gan­ze acht Mal. Dabei ist erwie­sen, dass Lachen nicht nur gut für die Gesund­heit ist, son­dern auch das sozia­le Mit­ein­an­der för­dert. Es gibt eine Rei­he schö­ner Übun­gen aus dem Lach­yo­ga, die zum Abschluss der Ein­heit oder auch als wie­der­keh­ren­des Ritu­al im Unter­richt genutzt wer­den kön­nen. Jede Übung soll­te ca. drei­mal wie­der­holt wer­den.

  1. Alle ste­hen im Kreis. Jeder lacht in sei­ne zur Scha­le gefal­te­ten Hän­de. Nun beginnt einer, sein Lachen mit einem Lachen in die Scha­le des Nach­barn zu schüt­ten. So geht es reih­um.
  2. Die Kin­der ste­hen sich nun paar­wei­se gegen­über, rei­ßen Augen und Mund weit auf, stre­cken die Zun­ge her­aus und for­men mit ihren Hän­den Pran­ken, die nach vor­ne zei­gen. Dabei lachen sie laut Ha-ha-ha.
  3. Die Paa­re atmen tief ein und klop­fen beim Aus­at­men mit einem tie­fen Ho-ho-ho ihrem Gegen­über aner­ken­nend auf die Schul­ter.
  4. Nun stre­cken sich die Kin­der gegen­sei­tig mah­nend den Zei­ge­fin­ger ent­ge­gen und schimp­fen damit den ande­ren aus, wäh­rend sie laut­hals lachen. Dann noch ein­mal mit der ande­ren Hand.
  5. Zuletzt las­sen sich auch Lie­der mit Ho-Ho, Ha-Ha-Ha statt des Tex­tes „sin­gen”. Am Ende der Ein­heit kann man ver­su­chen, das Lied „Drü­ber lachen” noch ein­mal mit Lachen zu beglei­ten.
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Claudia Brand
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