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Echte Freunde

Ohne Freund­schaft möch­te nie­mand leben, hät­te er auch alle ande­ren Güter. Der Rei­che, der Herr­scher und der Mäch­ti­ge scheint der Freun­de ganz beson­ders zu bedür­fen. Denn was nütz­te ihm die Gunst des Schick­sals, wenn ihm die Mög­lich­keit ent­zo­gen wür­de, jenes Wohl­tun zu üben, das man am bes­ten und lobens­wür­digs­ten gegen Freun­de beweist? Oder wie lie­ße sich das Glück ohne Freun­de hüten und wah­ren? Es ist ja um so unsi­che­rer, je grö­ßer es ist. In Armut und sons­ti­ger Not aber gilt der Freund als die ein­zi­ge Zuflucht.
Aris­to­te­les, Niko­ma­chi­sche Ethik, Ach­tes Buch

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Strebt aber nach den größeren Gaben!

Impe­ra­ti­ve beglei­ten uns unser Leben lang und ent­fal­ten gera­de im Kin­des- und Jugend­al­ter eine star­ke Wir­kung. „Streng dich in der Schu­le an, damit du spä­ter mal die Wahl hast!“ Die­ser Appell ist sicher nur den Wenigs­ten erspart geblie­ben. Und er ist ohne Zwei­fel gut gemeint. Die För­de­rung und die damit ver­bun­de­nen Wahl­mög­lich­kei­ten sind für Her­an­wach­sen­de jedoch grund­sätz­lich ambi­va­len­te Erschei­nun­gen. Sie kön­nen, aber sie müs­sen auch wäh­len. Sie kön­nen falsch oder rich­tig ent­schei­den und alles Kom­men­de mit Vor­freu­de oder Zukunfts­angst wahr­neh­men. Und auch die betei­lig­ten Erwach­se­nen bewe­gen sich stets auf einem Grat zwi­schen För­de­rung und Über­for­de­rung, zwi­schen Hil­fe­stel­lung und Zwang.

Mit all die­sen Ambi­va­len­zen spielt der Kurz­film PERFECTION (2004), in wel­chem ein Kin­der­spiel dem Lebens­weg der Prot­ago­nis­tin den Takt vor­gibt.

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A single life: Richtig leben

Pia ist gera­de am Essen, da klin­gelt es an der Tür. Auf der Schwel­le fin­det sie einen Umschlag mit einer Schall­plat­te. Sie legt auf und „A SINGLE LIFE” erklingt. Zum Rhyth­mus der Musik greift sie nach der Piz­za. Doch da gibt es einen Knacks, die Plat­te hat einen Sprung. Und jetzt ent­deckt Pia, dass man mit dem Dre­hen der Plat­te in sei­ner eige­nen Bio­gra­fie, sei­nem eige­nen Leben, hin und her rei­sen kann: in die eige­ne Kind­heit, in die Jugend, in die letz­ten Sekun­den.

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