Was ist der Mensch noch, dass du seiner gedenkst?

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Der Jah­res­wech­sel wird häu­fig von einer Rück­schau auf das ver­gan­ge­ne Jahr und Vor­sät­zen beglei­tet. Die Fra­ge nach den guten Vor­sät­zen, könn­te auch lau­ten: „Wer bin ich und wie möch­te ich sein?“ Stär­ker ver­all­ge­mei­nert führt uns die­se Refle­xi­on zur Fra­ge nach dem Wesen des Men­schen über­haupt. Weder auf der Ebe­ne des Indi­vi­du­ums noch auf der der Spe­zi­es las­sen sich Ant­wor­ten ohne Rela­tio­nen und Kon­tex­te fin­den. Denn eigent­lich müss­te man die obi­gen Fra­gen prä­zi­sie­ren und fra­gen, wer man für ande­re ist und sein möch­te und wel­ches Ver­hält­nis der Mensch zu sei­nen Mit­ge­schöp­fen, zur gesam­ten Schöp­fung und zu Gott hat.

Bei­de Schöp­fungs­my­then am Anfang der Bibel set­zen den Men­schen ins Ver­hält­nis zur damals bekann­ten Ord­nung und nut­zen zwangs­läu­fig und selbst­ver­ständ­lich das dama­li­ge Wis­sen über den Kos­mos. Dass der Mensch nun Kro­ne und Mit­tel­punkt der Schöp­fung sei, ist eine häu­fig anzu­tref­fen­de Ver­kür­zung, wel­che das bibli­sche Men­schen­bild nur unzu­rei­chend beschrei­ben kann. Der hier vor­ge­stell­te Video­clip „Eine über­schätz­te Spe­zi­es“ zeich­net ein völ­lig ande­res Bild, wenn er den Men­schen auf Basis unse­res heu­ti­gen Wis­sens ein­zu­ord­nen ver­sucht. Dabei machen die Autoren eigent­lich nichts ande­res als die Ver­fas­ser der bibli­schen Über­lie­fe­rung und es stellt sich die Fra­ge, wel­che Bedeu­tung bio­lo­gi­sches und kos­mo­lo­gi­sches Wis­sen für die Beant­wor­tung zen­tra­ler Fra­gen der Anthro­po­lo­gie eigent­lich hat.

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Nicht meine Verantwortung

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Die Sän­ge­rin und Song­wri­te­rin Bil­lie Eilish ist neben ihren musi­ka­li­schen Erfol­gen auch für ihren Klei­dungs­stil bekannt. Mit die­sem möch­te sich nicht etwa auf­fal­len, son­dern in einer durch öffent­li­che Beur­tei­lung gepräg­ten Bran­che ver­hin­dern, dass sich jemand ein Urteil über ihren Kör­per bil­den kann. „Nie­mand kann sagen: ‚Sie hat einen fla­chen Hin­tern, sie hat einen fet­ten Arsch!‘ Nie­mand kann sol­che Mei­nun­gen haben, weil sie es nicht wis­sen“, sag­te sie in einem Inter­view. In ihrem Kurz­film NOT MY RESPONSIBILITY wen­det sich Bil­lie Eilish gegen Bodys­ha­ming, weist die Ver­ant­wor­tung für die abwer­ten­den Urtei­le von sich und berührt damit auch die Fra­ge auf, wor­auf wir unse­re Vor­stel­lun­gen von unse­rem Gegen­über eigent­lich gründen.

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Mandala — Anleitung zum Loslassen

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Bei den Wor­ten Man­da­la und (Religions-)Unterricht den­ken wohl vie­le an einen ele­gan­ten Zeit­ver­treib, des­sen Resul­tat bes­ten­falls noch eine Schu­lung der Kon­zen­tra­ti­on ist. Dabei wird dem einen oder der ande­ren sicher auch die Aus­sa­ge in den Sinn kom­men: „Im Reli­gi­ons­un­ter­richt malt ihr doch bloß Man­da­las, oder?!“ Die­se Ver­kür­zung auf eine Kon­zen­tra­ti­ons­übung oder eine Schmä­hung wird jedoch dem Sand­man­da­la nach bud­dhis­ti­scher Tra­di­ti­on nicht annä­hernd gerecht. Die Beschäf­ti­gung mit die­ser beson­de­ren Form der Medi­ta­ti­on ermög­licht viel­mehr einen erkennt­nis­rei­chen Blick auf unser Ver­hält­nis zum Fest­hal­ten und Los­las­sen und die mensch­li­che Natur.

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