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Tanghi Argentini – Du bist ein Engel

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Ein Mann am Rechner. Überrascht von der Security kann er die Website gerade noch ausblenden. Doch dann sehen wir, wie er sich verabredet. Ein Blind Date mit einer Unbekannten. Einzige Bedingung: Tango tanzen, in zwei Wochen. Schnitt.
André arbeitet in einem grauen Büro, zwischen Aktenordnern und Kopiermaschinen. In den Pausen treffen sich die Kolleginnen und Kollegen am Weihnachtsbaum. Frans, sein Kollege, soll ihm helfen, die Kunst des Tangos zu lernen, doch der lehnt ab.

André lässt nicht locker und so bekommt er seine Tanzstunden. Er kann Frans sogar überzeugen, ihn zu den Argentine Tangos zu begleiten. Dann ist es soweit, alles stimmt: Der Ballsaal, der Anzug, die fremde Schönheit. André ist aufgeregt, Frans nickt aufmunternd. Und dann nimmt der Film eine unerwarte Wendung. Für Frans und für den Zuschauer.

Der belgische Regisseur und Schauspieler wurde für seinen Kurzfilm Tanghi Argentini  2008 für den Kurzfilmoskar nominiert.

Kernkompetenz: Religiöse Motive und Elemente in der Kultur identifizieren, kritisch reflektieren sowie ihre Herkunft und Bedeutung erklären.

Jahrgang: ab Jahrgang 7

Arbeitsformen: Mindmap, Filmanalyse, vergleichende Interpretation, Gedichtwerkstatt

Hintergrundinformationen:

Über den Film: https://screener.be/films/tanghi-argentini

Argentinischer Tango

Rudolf Otto Wiemer, Es müssen nicht Männer mit Flügeln sein, die Engel

Rachel Naomi Remen, Der Segen meines Großvaters aus „Der andere Advent 2013“

Engel – Gesehen werden

  1. Erzählt euch einander in kleinen Interviews von Situationen, in denen ihr euch klein, ohnmächtig und unbedeutend gefühlt habt.
  2. Erklärt, was passiert, wenn man in solchen oder ähnlichen Momenten Aufmerksamkeit erhält, wahrgenommen und gesehen wird.
  3. Sucht nach passenden Bezeichnungen für diese Aufmerksamkeit. Die Liste kann dabei helfen. Erstellt eine Mindmap.

Schenken – Darbringen – Opfern – Spenden -Stiften – Überlassen – Widmen – Zuwenden – Beschenken – Bescheren – Verschenken – Geben – Hingeben – Spenden – Beglücken – Bedenken – Sehen – Mitfühlen

Argentinischer Tango – Beschenkt werden

  1. Erzähle den Film mithilfe der fünf wichtigsten Szenen.
  2. Erkläre, wie André seine „Geschenke“ für die Kollegen findet. Erläutert die Zusammenhänge zwischen „Sehen“ und „Bitten“.
  3. Prüfe, ob die Mindmap vom Anfang noch ergänzt oder überarbeitet werden muss.
  4. Interpretiere die Szene von 11:29 min und den Satz von Frans: „Du bis ein Engel!“.
  5. Entwickelt gemeinsam eigene Bestimmungen für Engel. Ergänzt dazu folgenden Satz:

Es müssen nicht Männer mit Flügel sein, die Engel. Sie …

Dass ich gelernt hatte, mich durch seine Augen zu sehen

Jeden Freitag Nachmittag besuchte ich meinen Großvater. Dann war in der Küche seines Hauses der Tisch zum Teetrinken bereits gedeckt. Wenn wir unseren Tee getrunken hatten, stellte mein Großvater stets zwei Kerzen auf den Tisch.
Rachel Naomi Remen, Der Segen meinen Großvaters

  1. Gib die Geschichte mit eigenen Worten wieder.
  2. Erkläre, worin der Segen des Großvaters besteht.
  3. Prüfe, inwiefern diese Geschichte von Engeln erzählt.

Da beginnt Weihnachten

Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird.
Lk 2,9f.

  1. Erkläre mithilfe des Zitates, inwiefern „Argentine Tangos“ ein Weihnachtsfilm ist.
  2. Diskutiert in der Lerngruppe, wann Weihnachten beginnt.
  3. Schreibe ein Engel-Gedicht.
    1. Überlege zuerst, für welche konkete Person das Gedicht sein soll.
    2. Erinnere dich an ein besonderes Ereignis, das du im Gedicht beschreiben möchtest. Schreibe die Aspekte auf, die dir dabei besonders wichtig sind.
    3. Die Silbenanzahl soll für jeden Vers gleich sein.
    4. Für die passenden Reime kannst du diese Suchmaschine verwenden: Reimlexikon. Wenn kein Reim passt, suche nach Synonymen.
    5. Entscheidend für das Gedicht ist die Betonung, das sogenannte Versmaß. Es ist hilfreich, wenn das Vermaß nur einmal wechselt.
    6. Zwei einfache Formen bieten sich an: Beim umarmenden Reim bilden die Verse 1&4 und 2&3 zusammengehörende Paare. Beim Kreuzreim gehören 1&3 und 2&4 zusammen.

Bitterer Beigeschmack: Meta-Reflexion

In der Szene 10:56 min sieht man Frans, anders als zu Beginn des Filmes, lachend mit Kollegen am Weihnachtsbaum stehen. André beobachtet sie, lächelt und streicht „Frans“ auf einer Namensliste durch. „Patrick“ ist noch offen. André erhebt sich und geht zu ihm.

Zerstört das „Abarbeiten einer Liste“ das engelhafte Wirken Andrés? Werden Frans und Patrick und all die anderen dadurch nicht zu Listeneinträgen oder zu Objekten? Was treibt André an? Um was oder um wen geht es ihm?

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Andreas Ziemer

Dozent für Theologie und Religionspädagogik am Pädagogisch-Theologischen Institut der EKM und der ELKA/Drübeck.
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